118 Jahre VfB Einheit zu Pankow, ein Rückblick
Das Jahr 2011 ist bereits das 118. in der Geschichte des Pankower Traditionsclubs. Damit ist man nicht nur 7 Jahre älter als der FC Bayern, sondern kann auch auf viele spannende, zum Teil gar brisante Ereignisse zurückblicken.
Freitag, der 18.September 1893. Auf Anregung eines gewissen Dr. Hermani, seines Zeichens Theologe und Leiter der „Pankower Höheren Knabenschule“, wird in geselliger Runde in einem Pankower Gasthaus der ‚Verein für Bewegungsspiele Pankow’ ins Leben gerufen. 26 Mitglieder zählt der Verein bei seiner Gründung, die sich auf dem grünen Rasen von Schloss Schönhausen anfänglich nur mit Cricket und Tennis die Zeit vertreiben.

Erst die aus England stammenden Gebrüder Manning bringen ein paar Jahre später den ‚Football’ mit nach Pankow. Der löst Cricket bald als Sommersport ab und läutet damit gleichzeitig eine neue Epoche in der noch jungen Geschichte des VfB ein.
Doch auch andere Sportarten wie Turnen, Fechten und insbesondere das Radfahren erfreuen sich in den Jahren um die Jahrhundertwende einer immer größer werdenden Anhängerschaft und tragen dadurch in ebensolchem Maße zur rasanten Entwicklung des Pankower Vorzeigevereins bei.
Der sich auch auf sportpolitischer Ebene vollzieht. So gehört der VfB zu den ersten Berliner Vereinen, der mit der Einführung von Altersbegrenzungen für Jugendmannschaften eine heute für selbstverständlich gehaltene Regelung in seine Statuten aufnimmt und sich damit an der Spitze der Berliner Sportbewegung setzt.

Die Dinge nehmen ihren Lauf: nach dem Eintritt in den Verband Deutscher Ballspielvereine, mit dem die Eingliederung des VfB samt aller seiner Sportgruppen in ein festes Gefüge einhergeht, kann der Verein bald auch für die verschärfte Sportplatzsituation Abhilfe schaffen.

1910 wird der Sportplatz an der Mendelstraße eingeweiht, dem 10 Jahre später noch ein zweiter an gleicher Stelle folgt. Etwa zu diesem Zeitpunkt beginnt auch das ‚Spiel mit dem runden Leder’ seinen steigenden Stellenwert anzudeuten. Die Fußballabteilung avanciert mehr und mehr zum Aushängeschild des Vereins, begünstigt vor allem durch die hohe Qualität der ersten Herrenmannschaft.Dieser Mannschaft haben sich seit Anfang der 20er Jahre einige zum Teil hochkarätige Spieler angeschlossen, unter anderem auch die drei für den DFB international Aktiven Worpitzky, Knesebeck und Schwedler, was zu einer erheblichen Steigerung der Spielstärke führt.

Willi Worpitzky








